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Während der Kriegsjahre 1939 bis 1945 mussten viele Feuerwehrmitglieder Dienst an der Waffe leisten, so dass der Brandschutz in Herberhausen -ohne zusätzliche Kräfte- nicht mehr sicherzustellen war. Aus diesem Grund lies die Gemeinde alle männlichen Einwohner zwischen 18 und 45 Jahren an Luftschutzübungen teilnehmen, um sie so auch an den vorhandenen Feuerlöschgeräten auszubilden. Während dieser Zeitwurden auch erstmals Frauen in der Brandschutzerziehung ausgebildet.

Als Nachfolger von Georg Grothey wurde Wilhelm Thofern im Jahre 1944 Gemeindebrandmeister. Dieser sorgte nun in den Folgejahren für den Wiederaufbau und die Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr.

In den Jahren von 1948 bis 1952 übernahm Gerhard Heck das Amt als Gemeindebrandmeister. Unter seiner Leitung wurde im Jahre 1949 erstmalig eine gebrauchte Tragkraftspritze durch die Gemeinde angeschafft. Diese wurde zunächst auf einem „Gummiwagen“ verlastet, später mit einem von Gerhard Heck gefertigten Tragkraftspritzenanhänger gezogen. Durch die Anschaffung der Tragkraftspritze konnte nicht nur der Brandschutz in Herberhausen erheblich verbessert werden, fortan nahm die Freiwillige Feuerwehr auch an Feuerwehrwettbewerben im Landkreis Göttingen (z.B. in den Gemeinden Rosdorf, Landolfshausen, Mackenrode) teil, wobei dann der 15 Km/h schnelle Trecker von Georg Grothey als Zugmaschine diente.

Die Tragkraftspritze nebst Anhänger fand im Sommer 1954, Gemeindebrandmeister war bereits Kurt Friederichs,einen neuen Unterstand im gemeindeeigenen Häuschen am Weinberg (Steinbruch).

Herr Grichta, ein an der Landesfeuerwehrschule Celle ausgebildeter Feuerwehrmann und Ausbilder bei der ehemaligen Wehrmacht, wollte auch die Jugendlichen von Herberhausen an den „Feuerwehrdienst“ heranführen. Diese an sich positive Idee wurde jedoch nach kurzer Zeit wegen der im Feuerwehrdienst auch heute noch nicht unüblichen „militärischen Elemente“ wie z.B. Antreten und Befehlsausgabe und -annahme nicht weiter verfolgtbzw. ist dann „eingeschlafen“. Die Gründung einer Jugendfeuerwehr war somit in die Zukunft verschoben.