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Im August 1969 kommt nun endlich auch die Jugend zu ihrem Recht. Es wird die Jugendfeuerwehr Herberhausen mit 12 Jugendlichen im Alter von 12-15 Jahren unter der Leitung von Hartmut Bergen gegründet. Diesen zusätzlichen Dienst mit den Jugendlichen zu verrichten ist nicht immer ganz einfach. Muss man doch nicht nur auf die feuerwehrtechnischen Fähigkeiten hinarbeiten, sondern auch auf die Geselligkeit im Bereich Sport, Spiel und Spannung Wert legen. Macht man dies nicht, werden Jugendliche schnell verprellt und haben keinen Spaß mehr am Dienst in einer solchen Gemeinschaft. Dies wäre im Jahr 1973 fast geschehen, aber im Jahr 1974 gab es hier durch einen Personalwechsel eine Kehrtwendung zum Guten und die Jugendfeuerwehr wurde zu einem unauslöschlichem Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr Herberhausen. Leider ist aus den niedergeschriebenen Protokollen nicht viel bzw. nichts über die Jugendarbeit nachzulesen. Den „Bericht des Jugendfeuerwehrwartes“, den heute jeder aus den Jahreshauptversammlungen kennt, gab es zur damaligen Zeit leider noch nicht.

 

 

 Am 16.11.1974 erlebte ich den ersten großen Brand in Herberhausen.Es brannte die Scheune des Landwirts Manfred Lockemann in voller Ausdehnung. Die meisten der aktiven Feuerwehrmänner saßen an diesem Abend im Gasthaus Quentin (bei „Hein“) um den Film die Feuerzangebowle zu sehen als die Sirene diese schon damalige Kultveranstaltung jäh beendete. Dieser Brand war für mich die Initialzündung dann auch Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Herberhausen zu werden. Unter dem Ortsbrandmeister Hermann Linne und mit der Zustimmung der Aktiven dieser Wehr durfte ich nach geheimer Abstimmung in diese Freiwillige Feuerwehr eintreten. Danke!

 

Im Jahr 1977 herrschten die verheerenden Waldbrände in der Lüneburger Heide. Auch aus der Ortsfeuerwehr Herberhausen mussten einige Kameraden an diesem überaus gefährlichen Löscheinsatz teilnehmen. Glücklicherweise sind alle gesund wieder nach Hause zurück gekehrt.

 

Ein weiterer nennenswerter Einsatz war der Brand einer bewohnten Baracke in der Nähe der Knochenmühle. Der Bewohner war glücklicherweise nicht in seiner Unterkunft, denn diese Behausung brannte bis auf die Grundmauern ab. Nicht verheimlichen möchte ich bei diesem Einsatz einen größeren Schaden an unserem Unimog, welcher beim rückwärts setzen mit halbvollem Wassertank in Schräglage geriet und umstürzte. Die größte Schwierigkeit bei diesem Einsatz war die Bergung dieses Fahrzeuges in sehr unwegsamem Gelände.

 

Aber nicht nur bei Feuer ist die Einsatzkraft der Feuerwehr gefragt, sondern auch bei Hochwasser. Im Jahr 1981erlebte Göttingen eines der schlimmsten Hochwasserkatastrophen des 20. Jahrhunderts. An 4 Tagen war die Ortsfeuerwehr Herberhausen an 24 Stunden am Tag im Einsatz um größeren Schaden zu verhindern. Manchmal hatte man den Eindruck vom ungleichen Kampf David gegen Goliath, lief doch das Wasser aus den natürlichen Quellen schneller wieder nach als man es irgendwo herauspumpen konnte.

 

Im Jahr 1983 feierten wir im Rahmen unseres 50jährigen Bestehens die Stadtleistungswettbewerbe in Herberhausen. Und noch einen Höhepunkt sollte es in diesem Jahr geben: Am 21.07.83 übernahmen wir das langersehnte neue Löschgruppenfahrzeug, einen brandneuen LF 8.

 

Mein Bericht endet im Jahr 1984, in dem Jahr, in dem wir mit dem Bau einer neuen Unterkunft begonnen haben und die alte abgerissen werden musste. Aber hier will ich mich nicht länger austoben, soll doch der Berichterstatter der nächsten 25 Jahre auch noch etwas zum niederschreiben übrig behalten.